Kaum eine Frage bewegt Menschen so sehr wie diese:
„Wenn Gott gut ist – warum gibt es so viel Leid?“
Schmerz, Krankheit, Naturkatastrophen, Ungerechtigkeit, Kriege – all das stellt unseren Glauben und unsere Vorstellung von einem liebevollen Gott auf die Probe.
Die Bibel verschweigt das Leid nicht – sie nimmt es ernst. Doch sie gibt uns auch tiefe Antworten, die Hoffnung machen.
🌍 1. Die Welt ist nicht mehr so, wie Gott sie geschaffen hat
Die Bibel beginnt mit einer guten Nachricht:
„Und siehe, es war sehr gut.“ (1. Mose 1,31)
Gott hat die Welt gut und perfekt geschaffen – ohne Leid, Tod oder Tränen.
Doch durch den Sündenfall des Menschen (1. Mose 3) kam der Bruch:
Die Schöpfung wurde verflucht
Schmerz und Tod zogen ein
Der Mensch wurde von Gott getrennt
📖 Römer 8,20-22:
„Denn die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen … Sie seufzt und leidet …“
Fazit: Leid ist nicht von Gott gewollt, sondern Folge des Sündenfalls.
🧬 2. Wir leben in einer gefallenen Welt mit echter Freiheit
Gott hat den Menschen mit freier Entscheidungskraft geschaffen.
Echte Liebe ist nur möglich, wenn auch echte Wahl besteht.
Doch Freiheit bringt Verantwortung – und Missbrauch dieser Freiheit verursacht oft Leid:
Gewalt, Krieg, Ungerechtigkeit, Betrug – stammen von Menschen, nicht von Gott.
Gott stoppt nicht jeden Fehler, weil er unsere Freiheit ernst nimmt.
📖 5. Mose 30,19:
„Ich habe euch Leben und Tod vorgelegt … so wähle das Leben.“
🔍 3. Gott sieht das Leid – und bleibt nicht fern
Gott ist kein distanzierter Zuschauer. Die Bibel zeigt:
Er sieht das Leid der Menschen (2. Mose 3,7)
Er hört das Weinen der Unterdrückten (Psalm 10,17)
Er ist selbst in das Leid gekommen – in Jesus Christus
Jesus war nicht verschont vom Leid, sondern ist ihm voll begegnet:
Er wurde verachtet, verspottet, geschlagen, gekreuzigt
Er kennt den Schmerz – aus erster Hand
📖 Hebräer 4,15:
„Wir haben keinen Hohenpriester, der nicht mitfühlen könnte mit unseren Schwachheiten …“
🕯️ 4. Gott gebraucht Leid – für unsere Reifung
Leid ist nicht immer verständlich – aber es kann Frucht bringen:
Es macht uns demütig
Es bringt uns zu Gott
Es prüft unseren Glauben
Es reinigt unsere Motive
📖 Römer 5,3-4:
„… wir rühmen uns auch in Bedrängnissen, weil Bedrängnis Geduld bewirkt, Geduld Bewährung, Bewährung Hoffnung …“
📖 Jakobus 1,2-3:
„Haltet es für Freude … wenn ihr in Anfechtungen fallt, denn die Bewährung eures Glaubens bewirkt Geduld.“
Gott verschwendet kein Leid. Er lässt es oft zu, um etwas Größeres in uns zu wirken.
⏳ 5. Noch ist nicht alles gut – aber Gott hat das letzte Wort
Die Bibel macht deutlich: Diese Welt ist nicht die letzte Station.
Es gibt eine Zukunft – eine neue Schöpfung ohne Leid.
📖 Offenbarung 21,4:
„Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen … kein Tod, kein Leid, kein Schmerz …“
Gott hat nicht nur Mitleid – er hat einen Erlösungsplan.
Er wird alles neu machen – und jede Träne persönlich trocknen.
🛐 6. Was bedeutet das für meinen Glauben?
Der Glaube an Jesus bedeutet nicht: „Alles wird einfach.“
Aber er bedeutet:
Du gehst nicht allein durchs Leid.
Dein Leid ist nicht sinnlos.
Deine Hoffnung ist nicht zerstörbar.
📖 2. Korinther 4,17:
„Denn unsere jetzige Not ist leicht und geht schnell vorüber – und bewirkt eine ewige Herrlichkeit.“
✅ Fazit
Leid ist real – und schwer. Aber die Bibel gibt Hoffnung:
Gott ist nicht der Verursacher des Leids – aber er ist der Träger unserer Lasten.
Im Kreuz sehen wir:
Gott hat das größte Leid auf sich genommen, um uns aus dem ewigen Leid zu retten.
Wenn du mit Leid kämpfst – Gott lädt dich ein:
Vertraue ihm. Klage ihn nicht an, sondern wirf dich in seine Arme.
📖 Psalm 34,19:
„Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind …“
